Gangster Rap - Gerappter Protest

Gewalt und Drogen, Mord und Arbeitslosigkeit, das sind die vorwiegenden Themen des Gangster Rap oder umgangssprachlich auch Gangsta Rap genannt.

New York und Los Angeles

Es waren die Großstädte an der Ostküste wie Chicago, Boston oder New York, in deren Ghettos der Gangster Rap seinen Anfang nahm. Seinen Ursprung hat der so genannte Hardcore Rap aber in Los Angeles. Es war der heute erfolgreiche Schauspieler Ice-T (Law and Order New York), der als Erster die Musik des Hip-Hop und kritische Texte in die Öffentlichkeit brachte und mit „ Sixn'da Mornin" einen Hit landete.

Das kam bei der Jugend in den Schwarzen Vierteln der Millionenmetropolen gut an. Sie fühlten sich angesprochen und verstanden die Botschaft in den Songs, in denen es um Gewalt, Mord, Drogenhandel, Zuhälterei, aber auch um Arbeits- und Hoffnungslosigkeit ging. Zunächst wurde der Gangster Rap nur in den Clubs der Ghettos gespielt und etablierte sich zu einer Art Hymne der Jugendgangs.

Kommerz

Die Jahrtausendwende brachte den Gangster Rap in die internationalen Charts. Auf einmal wurde es schick, ein Rapper mit Vorstrafenregister zu sein, der als Künstler Erfolg hatte. Für Kritiker war der Gangster Rap allerdings nichts anderes als ein Aufruf zur Gewalt. New York City war der Brennpunkt der Gangster Rapper wie Schoolly D, Eazy-E oder auch Kool G Rap, aber mehr und mehr verlagerte sich der Gangster Rap wieder an die Westküste nach Los Angeles und San Francisco. Für viele blieb der Gangster Rap trotz großer kommerzieller Erfolge eine Art Subkultur.

Wandel

Es war Puff Daddy, der einen Wandel einläutete. Zwar ging es in seinen Texten auch noch immer um die zentralen Themen des Gangster Raps wie Gewalt, Drogen und Waffen, aber die Texte waren nicht mehr ganz so krass und auch nicht mehr so vulgär. Der Gangster Rap bekam durch Puff Daddy ein unkomplizierteres, besseres und vor allen Dingen saubereres Image.

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