Punk - Rock auf neuen Wegen

Für die einen ist der Punk eine pure Provokation und hat nichts mit Musik zu tun, für die anderen ist Punk eine eigenständige Subkultur, die sowohl die Musik als auch eine ganze Generation von Jugendlichen nachhaltig beeinflusst hat.

Anfänge in den USA

Die frühen Punks sahen sich selbst und vor allen Dingen ihre Musik als eine Gegenbewegung zu den Hippies der späten 1970er Jahre. Wo die Hippies für eine bessere und friedlichere Welt eintraten, propagierten die Punks eine Welt ohne Illusionen. Bezeichnend dafür ist ein Hit einer der bekanntesten Punk Bands dieser Zeit: „No Future" von den Sex Pistols.

Die Punkbewegung hat ihre Anfänge in den USA, wo Bands wie die „New York Dolls" mit einem oberflächlichen, fast groben Sound auf sich aufmerksam machten. Mehr als drei Akkorde wurden für Punk nicht benötigt und alles darüber hinaus galt als verpönt. Ihre Songs waren vor allem schnell, kurz und schlicht. Die Botschaften wurden raus gebrüllt und nicht in Texte verpackt und umständlich gesungen. Als sich in den 1970er Jahren die Disco-Szene etablierte, war das in den Augen der Punks verlogen, oberflächlich und nur auf Kommerz ausgerichtet.

England

Obwohl der Punk aus den USA kommt, wurde er in England erst richtig populär und entwickelte sich zu einer eigenständigen Kultur. Punks wollten um jeden Preis provozieren, sei es durch ihr Aussehen, ihre Lebensart und natürlich auch durch ihre Musik. Punks waren gegen das Klassensystem der Thatcher Regierung in London und gegen jede Art von Bürgerlichkeit. Dazu gehörte auch die Hausbesetzer Szene.

Die Sex Pistols machten 1977 ihrer Wut auf das Establishment Luft, indem sie die englische Nationalhymne „God save the Queen" neu im Punkrock vertonten. In England sahen viele diese Provokation als eine Art von Majestätsbeleidigung an. Erfolgreich war der Punk aber auch kommerziell, denn Gruppen wie die Sex Pistols oder auch die Stranglers verdienten mit ihrer Musik eine Menge Geld.