Rhythm and Blues (RnB) - Musik des schwarzen Amerika

Bis zum Ende der 1930er Jahre wurde die Musik in den Vereinigten Staaten hauptsächlich von weißen Musikern beeinflusst. Das änderte sich, als der Rhythm and Blues populär wurde.

Die Anfänge

Es war der Journalist und spätere Produzent Jerry Wexler, der mit seinem Label Atlantic Records die Musik der Schwarzen einem breiten Publikum in den USA bekannt machte. Seine Entstehung verdankt der Rhythm and Blues der Tatsache, dass einige Radiosender Geld sparen wollten. Nach dem zweiten Weltkrieg war es üblich, dass Radio live gemacht wurde. Um die Musik genießen zu können wurden also keine Schallplatten aufgelegt, sondern im Studio spielte eine Big Band. Das wurde auf Dauer natürlich teuer. Also stiegen die Radiosender auf Platten um und das war die große Chance für Jerry Wexler. Er bot den Radiostationen die Platten seiner Künstler an. Auf diese Weise wurde der Rhythm and Blues zu einer populären Unterhaltungsmusik.

Typisch RnB

Einer der ersten Stars des neuen Musikstils war Louis Jordon. Er wurde bekannt, da er seine zweideutigen Texte mit gitarrenbetonter Musik untermalte. Zu den typischen Vertretern des damaligen Rhythm and Blues gehörten zum Beispiel auch Ike und Tina Turner. Ende der 1950er Jahre gesellte sich ein anderer Musikstil dazu, der den Rhythm und Blues maßgeblich beeinflussen sollte: der Rock'n Roll. Es war Chuck Berry, der als erster Musiker sowohl Elemente des Rock'n Roll als auch Elemente des RnB in seine Musik einfließen ließ.

Politisch

In den 1960er Jahren wurde der Rhythm and Blues auch zu politischen Zwecken genutzt. Die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King beeinflusste Musiker wie Ray Charles und Sam Cooke, die den Rhythm and Blues mit Gospelklängen vermischten und so auf die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung in den USA aufmerksam machten.

Motown Records

Motown Records wurde schließlich das Label des RnB. Künstler wie Diana Ross, die Temptations, Stevie Wonder oder Marvin Gaye waren bei Motown unter Vertrag, aber auch James Brown entwickelte den RnB zum Funk weiter.